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Themenabend Ressourcenmanagement, Klima- und Umweltschutz

Klimawandel und Ressourcenmanagement im Fokus in Liezen

Der Themenabend richtete den Blick ganz bewusst nach vorne und ging den folgenden Fragen nach: Was können wir heute tun, damit die Steiermark auch in Zukunft ein lebenswertes Land bleibt? Wie können wir den Herausforderungen des Klimawandels begegnen, um für Mensch und Natur auch in den nächsten Jahrhunderten die Lebensgrundlage zu erhalten?

Landeshauptmann-Stv. Schickhofer und Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl sowie die beiden Klubobleute Hannes Schwarz und Barbara Riener eröffneten den Abend und wiesen in ihren Wortmeldungen auf den Gesamtrahmen der Erstellung der „Strategie 2030+" sowie die großen Herausforderungen für ihre Wirkungsbereiche hin.

Der Schirmherr des Zukunftsprozesses, Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer, dankte den zahlreichen Gästen für ihr Engagement um die Zukunft der Steiermark. „Wir müssen heute handeln, um uns und unseren Kindern eine gute und sichere Zukunft gewährleisten zu können. Der Klimaschutz ist eines der zentralsten Themen unserer Zeit. Dass uns der Klimawandel bereits trifft, sehen wir an der zunehmenden Zahl von Unwetterkatastrophen in der gesamten Steiermark. Wir werden die Erhitzung der Erde nicht alleine stoppen können, wir müssen aber Lösungen für besseres Ressourcenmanagement im Kleinen erarbeiten, um sie im Großen umsetzen zu können. Die Steiermark soll in Sachen Klima- und Umweltschutz als Pionierin vorangehen. Unsere Kinder und Enkelkinder haben es sich verdient, dass auch ihre Generation eine intakte Umwelt vorfindet", so LH-Stv. Schickhofer.

„Die Steiermark ist zwar zu klein, um den weltweiten Klimawandel aufzuhalten, aber wir können zwei wesentliche Dinge tun: Technologien und Lösungen entwickeln, um nachhaltiger, ressourcenschonender und klimaneutraler zu arbeiten und unser Land so gestalten, dass unser intaktes Lebensumfeld erhalten bleibt. Dazu gibt es in meinem Zukunftsressort viele Projekte und Initiativen vom weltweit erfolgreichen Green-Tech-Cluster mit 200 Partnerorganisationen, über Forschungsprojekte zur Dekarbonisierung der Industrie bis hin zur Zukunftsforschung für einen nachhaltigen Tourismus. Wirtschaft, Wissenschaft und Klimaschutz schließen einander in der Steiermark nicht aus, sondern arbeiten erfolgreich zusammen. Diese Bemühungen wollen wir in Zukunft noch verstärken", so Landesrätin Eibinger-Miedl.

Nach diesen einleitenden Worten stellte Karl Steininger (Karl-Franzens-Universität Graz, Wegener Center for Climate and Global Change) in einem anschaulichen Externe Verknüpfung Impulsvortrag die wichtigsten Eckpunkte aus Sicht der Wissenschaft vor: Er wies auf die messbaren Entwicklungen v.a. seit der Industrialisierung hin wie z.B. die deutliche Zunahme der Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre oder die durchschnittliche Zunahme der Temperatur in Österreich um etwa 2° Grad seit 1880. Zu denken gibt, dass dieser Wert sowohl über dem globalen als auch über dem europäischen Schnitt liegt. Steininger wies als Ökonom besonders auch auf die wirtschaftlichen Risiken des Klimawandels hin: (Spät-)Frostschäden, Borkenkäferplagen, Hochwasserereignisse wirkten sich bereits ganz konkret in hohen Schadenszahlungen,- Ausgleichs- oder Versicherungsleistungen aus.

Neben diesen Erkenntnissen aus der Wissenschaft ging Karl Steininger auf die global vereinbarten Vereinbarungen ein, die dem Klimawandel zukünftig wirkungsvoll entgegenwirken sollen: Die Agenda 2030 mit den globalen Nachhaltigkeitszielen sowie das Übereinkommen von Paris. Dieses sieht eine Begrenzung der menschengemachten globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C gegenüber vorindustriellen Werten vor. Prognosen sagen für Österreich - würden keine Maßnahmen gesetzt - etwa eine weitere Steigerung der Temperatur bis Ende des Jahrhunderts um etwa 5,5° Grad voraus. Steininger schloss mit einem Plädoyer für das gemeinsame, akkordierte Handeln von Politik, Verwaltung, Bürgerinnen und Bürgern: Jeder kann und muss seinen/ihren Beitrag leisten, um die Klimaziele zu erreichen. Als unmittelbaren Schritt rief er die TeilnehmerInnen dazu auf, mit einer kleinen Verhaltensänderung in einem begrenzten Zeitraum einen ersten gemeinsamen Schritt zu setzen (z.B. ein Monat auf kurze Autofahrten zu verzichten und andere Verkehrsmittel wählen, regionale Produkte einzukaufen, „Konsumfasten" etc.).

Nach diesem Impuls diskutierten in einer angeregten Runde Werner Boote (Regisseur „Plastic Planet", „The Green Lie"), Klimaschutz-Koordinatorin Andrea Gössinger-Wieser (Fachabteilung Energie und Wohnbau, Land Steiermark) und Anton Hausleitner (Direktor der HBLFA Raumberg-Gumpenstein) mit dem Publikum. In einem vollen Saal im Schloss Pichlarn wurden zahlreiche Aspekte zum Thema Klimawandel und Ressourcenmanagement eingebracht und herzhaft diskutiert.

Hier finden Sie den Externe Verknüpfung Ablauf sowie die Externe Verknüpfung Zusammenfassung des Workshops.

Diskussion der LeitthemenArbeitsgruppen zu Leitthemenv.l.n.r.: Hausleitner, Gössinger-Wieser, Steininger, BooteThemenabend Klima- und RessourcenmanagementAbendveranstaltung im Schloss PichlarnAbendveranstaltung im Schloss PichlarnBegrüßungsworte LH-Stv. Mag. SchickhoferAbendveranstaltung in Schloß PichlarnBegrüßungsworte LR MMag. Eibinger-MiedlAbendveranstaltung Schloß Pichlarnweitere Bilderweitere Bilderweitere Bilderweitere Bilderweitere Bilderweitere Bilderweitere Bilderweitere Bilderweitere Bilderweitere Bilderweitere Bilder
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